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Mein Notebook, dass ich gebraucht gekauft hatte, drehte immer wieder mal den Lüfter sehr weit auf, was natürlich entsprechend Krach produzierte. Da es unter verschiedenen Betriebssystemen unterschiedlich heftig war, schob ich es zunächst auf Treiberprobleme, aber irgendwann schaltete sich der Laptop mitten im Betrieb ab und ich merkte, dass er auch völlig überhitzt war. Bodenabdeckung abgeschraubt - die Heatpipes zur Ableitung der Hitze vom Lüfter waren so heiß, dass man sie nicht berühren konnte ohne sich zu verbrennen.

Ich entfernte die Abdeckung des Lüfters und siehe da - die Lüftungsschlitze waren vollkommen zugesetzt.

Total verdreckter Notebooklüfter Medion-Laptop.JPG

Also die Schrauben des Lüfters lösen, herausnehmen (vorsichtig mit dem Kabel zum Mainboard) und die Lüftungsschlitze wieder frei bekommen. Von außen mit einem Staubsauger absaugen bringt gar nichts, selbst mein sehr starker Sauger hatte einfach keinen Effekt, auch nicht von innen. Mit einem Phasenprüfer (dünner Schraubendreher) ließen sich die Lamellen einzeln vom Dreck befreien. Dabei darf natürlich nichts verkratzt werden. Den abgelösten Staub entfernte dann doch der Staubsauger. Alles wieder zusammengesetzt und siehe da - seitdem habe ich keine Probleme mit lautem Lüfterdrehen mehr, die Hitze wird wohl wieder anständig abgeleitet.

Aufschrauben und reinschauen hilft also mehr als nur prophylaktisch mit dem Staubsauger irgendwo herum zu saugen. Da sich der Staub innen sammelt, verschlimmert das Saugen das Problem möglicherweise sogar nur, indem der Staub in den Lamellen verteilt wird statt sich geordnet am inneren Ende zu sammeln, wo ich ihn mit ein paar Minuten Arbeit entfernen konnte.

Verrückt, gefühlt ewig habe ich nicht gebloggt, die Zeit verfliegt mal wieder rasend schnell und während ich mich nach den Ferien sehne, stelle ich mit Schrecken fest, dass sie auch gar nicht mehr so fern sind (und damit auch die Prüfungen schon fast greifbar werden). Auch im Blogger-Alphabet lasse ich nun zwei Themen mal einfach aus, um nicht nur noch Blogger-Alphabet-Posts zu schreiben. Zu Geld und Headlines habe ich ohnehin nicht viel zu sagen und tatsächlich kann ich einige der Gedanken dazu auch hier beim Thema Individualität verarbeiten.

Tatsächlich habe ich erst heute noch daran gedacht, wie vor einigen Jahren, als ich noch recht frisch in der Bloggerszene war, ein Blog wie meiner schon als tot gegolten hätte, weil mal zwei Monate kein neuer Eintrag kam. Und in der Tat scheint das auch heute noch als großes Drama zu gelten - alle schauen auf Statistiken, machen sich Gedanken wie sie Leute anlocken, und ich frage mich: wieso? Kaum ein privater Blogger möchte mit seinem Blog tatsächlich Geld verdienen, und ohne dieses Ziel erscheinen mir Statistiken nutzlos. Klar fand ich es witzig, als mein Pagerank mal auf 4 war und damit höher als der eines größeren Kunden, aber relevant ist es für mich nicht. Dieser Blog gehört mir, und ich blogge für mich. Gibt es Feedback, freue ich mich, wenn nicht, denke ich nichtmal darüber nach.

Aus meiner Sicht ist mein eigener Blog also höchst individuell. Er repräsentiert recht gut die Themen, die mich persönlich interessieren, und er zeigt auch ehrlich, wieviel Zeit ich gerade dafür habe. Das erwarte ich von persönlichen Blogs auch. Entscheidet sich ein Blogger, sich in seiner Themenauswahl einzuschränken, um eine konkretere Zielgruppe anzusprechen oder auch um Gewinn zu erzielen, ist das in meinen Augen keineswegs verwerflich. Ich erwarte allerdings dennoch einen persönlichen Schreibstil, der dem des Autors entspricht - nicht fünfmal umformuliert, weil man sich davon bessere Suchmaschinenresultate oder eine bessere Wirkung verspricht. Sowas fällt früher oder später auf und nervt mich dann.

Ein anderer möglicher Zwang scheint es zu sein, die Leser mit einzubeziehen. Immer wieder lese ich Blogposts, die mit einem "Call to action" enden. Wie seht ihr das so? Habt ihr schonmal xyz gemacht?. Nervig! Vermutlich interessiert die meisten Blogger die Meinung ihrer Leser, dieses stumpfe dazu Aufrufen, diese kundzutun, scheint mir aber ein nerviger Trend zu sein und mich spricht es gar nicht an, erst recht nicht, wenn es unter jedem Artikel auftaucht. Dann wirkt es ähnlich verzweifelt wie optimierte Überschriften, die nicht mehr nach Thema, sondern nach "Klick mich an!" klingen.

Was mich zum letzten Punkt bringt, den ich gerne aufgreifen möchte - austauschbare Blogs vs. einzigartige Blogs. Kurz: Ich lese keine Blogs, die Massen abfertigen. In meinem Feedreader befinden sich nur sehr wenige Blogs, die von vielen Leuten gelesen werden (soweit ich weiß), und die, die dabei sind, sind nicht austauschbar. Journelle schreibt über eine recht bunte Themenauswahl sehr vernünftige, aber vor allem ihre eigenen Gedanken. Der Shopblogger hat sehr viele Leser, ohne absichtlich etwas dafür getan zu haben. Und die Chaosmacherin ist auch eine Bekannte in der Szene, bloggt aber vor allem deshalb über eine recht konkrete Themenauswahl, weil ihre Interessen eben so sind. Ich weiß also gar nicht so recht, wie austauschbare Massenblogs aussehen - vielleicht gibt es welche, die nur "20 Dinge, die..."-Listen posten. Sowas kommt mir generell nicht ins Haus.

Indem man über das schreibt, was man möchte, wie man möchte, vermeidet man vermutlich auch recht gut, dass so alberne Dinge wie nachgemachte Blogs entstehen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das bei mir funktionieren sollte. Letztlich würde aber auch niemand etwas davon haben. Womit wir wieder am Anfang wären: I don't care.



Irgendwie bin ich wohl mit den Terminen durcheinander gekommen, hab ich doch schon wieder eine Runde verpasst. Macht nix, E-Mail ist ein Thema, über das ich gerne rede, also darf dieser Eintrag getrost als normaler Eintrag und nicht so sehr als von einer Aktion provozierter Eintrag betrachtet werden.

Mit dem Blog haben E-Mails freilich nichts zu tun. Kein Mensch schreibt mir E-Mails über oder wegen meines Blogs. Ich habe keinen Newsletter und keine Kooperationen auszuhandeln. Keine Signatur für den Blog. Trotzdem schreibe ich eine Menge Mails, und ich erhalte auch einige, denn ich halte E-Mail als Kommunikationsmöglichkeit keineswegs für veraltet.

E-Mails haben einen entscheidenden Vorteil: Man kann über eine Methode seiner Wahl auf sie zugreifen. Auch ohne seinen eigenen Mailserver, wie ich einen habe, hat man sehr viel mehr Kontrolle über seine Mails als über seine Facebook- oder WhatsApp-Nachrichten. Vor nicht allzu langer Zeit wurde ich auf Facebook gesperrt - zack, Kontrollverlust, alle Nachrichten weg. Nach der Entsperrung waren die wieder da, aber für einen Monat konnte ich nichts nachlesen, was dort kommuniziert wurde. Auf WhatsApp hat man genauso wenig Kontrolle.

Nun sagen heutzutage viele, E-Mail sei langsam und unpraktisch. Für die schnelle Unterhaltung zwischendurch stimmt das sicher - die führe ich auch auf WhatsApp, wenngleich mir persönliche Gespräche lieber sind. Mit einigen Freunden unterhalte ich mich aber typischerweise in langsameren Rhythmen, dafür detailreicher und tiefgründig, dafür eignet sich E-Mail wunderbar. Früher hätte man Briefe geschrieben (und tatsächlich mache ich das auch heute noch manchmal). Viele kluge und ernste Gedanken werden auf diesem Wege ausgetauscht, und ich würde diese Gedanken nicht gerne einem undurchsichtigen Dienstleister wie Facebook anvertrauen, nicht, weil die mitlesen könnten, sondern weil sie auch meinen Zugriff darauf bestimmen.

Etwas unpraktisch finde ich E-Mail allerdings auch selbst. Und zwar vor allem, weil die Entwicklung von E-Mail-Software offenbar vor zehn Jahren stehen geblieben ist. Nahezu jedes Mailprogramm ist hässlich, viele sind unübersichtlich und alle sind unflexibel. Nur ein einziges (und ich habe wirklich lange gesucht und viele ausprobiert) bietet die Darstellung, die ich gerne hätte: Nämlich - ironischerweise - die, die Facebook verwendet, Nachrichten gruppiert nach der Person / den Personen, die an der Unterhaltung beteiligt sind.

Die Sortierung nach Datum ist schlicht unpraktisch, weil dann alte Nachrichten die Liste unnötig in die Länge ziehen (weil z.B. Ina mir schon dreimal wieder geschrieben hat, wodurch die letzte Nachricht meiner Mutter nach unten rutscht). Gruppierung nach Betreff funktioniert eher mäßig, manche Programme nutzen Konversations-IDs, das funktioniert recht gut, aber die Darstellung ist dann ausgesprochen hässlich oder erneut unpraktisch (weil z.B. bei Evolution plötzlich die Sortierung innerhalb einer Konversation kaputt geht). Und das einzige Mailprogramm, das eine Facebook-ähnliche Darstellung bietet, gibt es nur für Mac - obwohl das Feature offenbar gefragt ist, kümmert sich niemand darum. Aber genug davon, warum auch mich die Verwendung von E-Mails gelegentlich nervt.

Selbst mit der Position, dass E-Mail für den privaten Gebrauch unpraktisch ist, ist es schockierend, wie wenig Menschen in meiner Generation offenbar noch mit Mails vertraut sind. Schließlich öffnen sich da gerade, ganz langsam, aber endlich, immerhin, ganz wunderbare Wege, Kommunikation zu verbessern. 16 Jahre nach der Jahrtausendwende ist es tatsächlich so weit, dass ich nahezu jede Kommunikation digital abwickeln kann: Meine Krankenversicherung akzeptiert alles digital. Meine anderen Versicherungen zumindest dann, wenn ich Unterlagen ausdrucke, unterschreibe, einscanne und zurück e-maile. Die Uni ebenso, gelegentlich sogar ohne Ausdrucken und Unterschreiben rein digital, wenn ich die E-Mail signiere (die Uni bietet geprüfte Signaturen1 an, die tatsächlich eine Aussagekraft haben). Selbst die Stadtverwaltung akzeptiert meine Unterlagen per Mail, solange ich die Seite mit der Unterschrift ausdrucke und im Original einreiche.

Dennoch treffe ich manchmal Kommilitonen, die erstaunt sind, woher ich irgendwelche Informationen habe. Dabei lese ich bloß regelmäßig meine Mails... bin einigen Mailverteilern beigetreten und erhalte so viele wertvolle Informationen rund um mein Studium. Denn vieles wird immer noch per Mail verteilt, weil sich Facebook & Co dafür einfach nicht eignen. Soziale Medien sind zu kurzlebig für wichtige Informationen und sie erreichen auch nicht jeden - selbst wer angemeldet ist, bekommt dank undurchsichtiger Algorithmen nicht alles angezeigt, was er sehen möchte.

Ich kann mir vorstellen, dass Papierpost irgendwann ausstirbt, aber ich hoffe, dass die E-Mail nicht durch chatartige Kommunikationsformen ersetzt wird, wie sie im privaten Bereich gerade sehr dominant sind. Die Vorstellung, Nachrichten vom Prüfungsamt auf WhatsApp suchen zu müssen, finde ich nämlich ziemlich gruselig.

  1. Eine Signatur soll digital die Unterschrift ersetzen - nur ich, der eine bestimmte Datei und ein dazu passendes Passwort besitzt, kann eine gültige Signatur mit meinem Namen an eine E-Mail hängen.

In Runde 4 im Blogger-Alphabet geht es um das Design und das Layout eines Blogs. Ich bin kein guter Designer, generell fallen mir grafische Arbeiten schwer, dennoch ist das Erscheinungsbild meines Blogs von mir selbst entwickelt, es basiert auch nicht auf anderen Designs. Anne fragt dazu:

Was macht für dich ein gutes Blogdesign aus?

Übersichtlichkeit und Bedienbarkeit. Man kann, außer den Artikeln, alle möglichen Inhalte auf seinen Blog packen, aber eigentlich ist mir nichts davon wichtig. Selbst "Über mich"-Seiten finde ich verzichtbar (wenngleich ich selbst eine habe). Vollgestopfte Sidebars oder viele viesuelle Spielereien nerven mich und sind der Grund, warum ich fast nur im Feedreader lese. Wenn ich doch mal die Website eines Blogs besuche, suche ich nach älteren Artikeln - und wünsche mir dann eine funktionierende Navigation und gute Möglichkeiten, Artikel zu bestimmten Themen zu finden.

Was ist dir bei deinem eigenen Bloglayout wichtig? Verwendest du vielleicht bestimmte Farben, die charakteristisch für deinen Blog sind und somit einen Wiedererkennungswert schaffen?

Ich stehe auf die Farbe grün und ich mag sie auch in Kombination mit der Kontrastfarbe rot. Mir war ein grünes Grundscheinungsbild des Blogs wichtig und nach allerlei Bastelei habe ich den Farbverlauf im Hintergrund, der durch den Textbereich nur leicht durchscheint, als sinnvolle und simple Variante entdeckt. Alles, was klickbar ist, wird in rot dargestellt, dass sorgt für Hervorhebung und Abwechslung ohne aufdringlich zu sein. Der Rest ist schlicht gehalten, damit man nicht von den Artikeln abgelenkt wird, inzwischen habe ich sogar - danke CSS3 - die Schlagworte an den Rand verbannt.

Wann passt für dich auf einem Blog eher der Magazin-Style (viele angeteaserte Beiträge auf einmal auf der Startseite), wann bevorzugst du die „klassische“ Variante, bei dem die Beiträge gleich komplett angezeigt werden? Was sind absolute No-Gos in Sachen Layout?

Ich hasse den Magazin-Style. Im Feed noch mehr als auf der Website, aber auch auf der Website nervt es mich tierisch. Am Schlimmsten ist es, wenn man Artikel zum vollen Lesen anklicken muss, dann aber nicht vom Artikel aus direkt zum nächsten springen kann. Bei extrem langen Artikeln halte ich klickbare Sprungpfeile oder Tastaturnavigation wie im Feedreader für praktischer. Viele Fotos gehören ohnehin in Galerien ausgelagert und haben im Text nichts zu suchen. Daher sehe ich keine Notwendigkeit für gekürzte Artikel auf der Startseite.

Von wegen Galerien - meine ist noch sehr rudimentär und vielleicht nicht für jeden intuitiv, aber zum Beispiel bei den Island-Fotos schon im Einsatz.

Erinnerst du dich noch an Webdesign-Trends, die heute nicht mehr angesagt sind?

Lauftexte, Gif-Animationen, "Under Construction"-Baustellenmännchen, Flash... gut dass wir das (auf Websites) größtenteils los sind. Ich vermisse nichts.

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